Der Giants Causewag – Weltkulturerbe Stätte
1986 hat der Giants Causeway eine bedeutende Anerkennung erreicht, als er als erste Stätte in Irland zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Der Causeway erfüllt zwei von der Unesco dafür festgelegten Kriterien :
- Ein erstklassiges Beispiel der Evolutionsgeschichte der Erde während des Tertiärs
- Es beinhaltet seltene und unübertreffliche natürliche Phänomene
Diese Stätte hat aber auch aussergewöhnlichen kulturellen Wert, da sich dort das Wrack der Girona befindet. Der Giant’s Causeway besteht aus fast 40 000 schwarzen Basaltsäulen, von denen die meisten aus dem Meer herausragen. Die Formationen sind durch Vulkanaktivitäten im Tertiär entstanden, vor ca. 50-60 Millionen Jahren. Die Gegend von Portnaboe bis Benbane Head wurde auch vom Umweltministerium Nordirlands zum Naturschutzgebiet ernannt, um die Bedeutung der dortigen Geologie anzuerkennen, aber auch um die besondere Tier- und Pflanzenwelt dort zu schützen. Man kann vielleicht den Giant’s Causeway heute als das achte Weltwunder bezeichnen und würde ihm damit einen Platz neben den Niagara Fällen und dem Great Barrier Reef geben.
Die Geschichte des Causeway
Der Giant’s Causeway ist die bedeutenste Stätte in Nordirland. Der tatsächliche Causeway ist dabei aber nur ein Teil der Attraktion. Die 6km puren Klippen, die über 90 Höhe erreichen und eine Reihe von Buchten sind spektakulär. Der National Trust hat 8km lange Pfade entlang der Küste bereitgestellt vom Eingang zum Causeway bis weiter nach Dunseverick in der Nähe von Whitepark Bay. Ein kleiner Minibus bringt den Besucher auf Wunsch auch runter (und wieder zurück) zum Grand Causeway.
Die Entdeckung des Giant’s Causeway wurde der Welt 1693 bekannt gemacht in einer Präsentation der Royal Society durch Sir Richard Bulkeley vom Trinity College Dublin. Aber der tatsächliche Entdecker war der Bischof von Derry, der schon ein Jahr vorher dort war. Zur damaligen Zeit gab es viel Diskussionen darum, ob der Causeway von Menschenhand geschaffen wurde, durch Axt und Meissel oder durch die Anstrengungen eines Riesens oder durch die Natur. Erst 1771 wurden diese Streitfragen geklärt, als der Franzose, Demarest, bekanntgegeben hat, dass der Ursprung des Causeways das Ergebnis vulkanischer Aktivitäten war.
Seit der Veröffentlichung der realistischen Zeichnungen einer alten Dame aus Dublin im Jahre 1740 ist der Giant’s Causeway ein Anziehungspunkt für alle Besucher Nordirlands.
Der Ruhm des Causeways wurde noch erhöht mit der Entdeckung und Bergung (bei Port na Spaniagh 1967 und 1968) des grössten Schatzes, der je in den Wracks der Spanischen Armada gefunden wurde. Die Galeere Girona, das grösste Schiff der Armada, ging aufgrund während eines Sturmes in der Nacht vom 26.Oktober 1588, mit nur 5 Überlebenden aus einer Truppe von 1300 Männern an Bord. Die Girona hatte nicht nur ihre eigenen Schätze an Bord, sondern auch Schätze, die von zwei anderen Armada Schiffen sichergestellt wurden, die schon vorher vor der irischen Westküste aufgrund gegangen sind. Beinahe 10000 Objekte wurden an Land gebracht von einem Team von belgischen Tauchern, angeführt von M. Robert Stenuit aus Brüssel. Der Schatz umfasst 400 Gold- und 750 Silbermünzen, Gold, Juwelen, Anhänger, Ringe, Kameen mit eingefassten Rubinen und Perlen, acht Hartgoldketten, Silberbesteck, den Schiffsanker, Kanonen und Kanonenkugeln. Die schönsten und wertvollsten der Objekte sind heute im Ulster Museum in Belfast ausgestellt. Die Geschichte selber wird auf Bildtafeln beim Causeway erzählt.
1883 wurde die erste Wasserkraft-Bahn Europas zwischen Portrush und dem Giant’s Causeway offiziell eröffnet. Liebevoll wurde sie als “Toast Rack” bezeichnet, wegen der niedlich geformten Wagen. Für viele Menschen war die entspannte Fahrt entlang der Küste das Highlights ihres Urlaubs. Der Grossteil dieser Bahnlinie wurde 1949 wegen finanzieller Schwierigkeiten geschlossen, bis auf das Teilstück von Bushmills bis zum Causeway, das noch bis 1951 offen blieb, aber dann doch aufgegeben werden musste.
Die Attraktion wurde erweitert, als 1986 das Besucherzentrum fertiggestellt wurde, in welchem das geologische Enigma des Causeways erklärt wird, sowie die mythologischen Legenden gezeigt werden. Die farbenfrohe Audio-Visuelle Show zeigt die vulkanischen Ursprünge und diese Legenden auf sehr lebhafte Art. Andere Einrichtungen dort sind das Fremdenverkehrsamt, mehrere Souvenierläden, sowie ein Restaurant mit 90 Sitzplätzen.
Die Carrick a rede Seilbrücke
Die Carrick -A- Rede Rope Bridge ist an der berühmten Nord Antrim Küstenstrasse zwischen Ballycastle und Ballintoy zu finden. Sie ist nur neun Meilen vom Giant’s Causeway entfernt und ungeführ zehn von der Dunluce Burg. Carrick-a-Rede ist eine atemberaubende Seilbrücke und ein Erlebnis und eine Herausforderung für jeden, der keine Höhenangst hat.
Ein kurzer Spaziergang an der Küste (ca. 1km, oder 0.6Meilen) auf sich schlengenden Pfaden führt zum Anfang der Seilbrücke. Auf dem Weg dorthin hat man wunderschöne Aussichtspunkte, wo man anhalten und diese Naturschönheiten aufsaugen kann. Die Geologie,und Flora und Fauna dort sind es, die Carrick-a-Rede zu einem Gebiet von besonderem wissentschaftlichen Interesse gemacht haben.
Im Sheep Island View Hostel im nahegelegenen Ballintoy kann man eine Sammlung alter Photographien sehen von Leuten, die ihre Kunststücke auf der Brücke vorgeführt haben. Auf der Brücke dürfen sich maximal acht Personen auf einmal befinden. Man empfiehlt angemessene Outdoor Kleidung und gutes Schuhwerk.
Die Geschichte der Carrick A Rede Rope bridge
Einheimische Fischerleute haben die ursprüngliche Brücke bei Carrick-a-Red über die 23m tiefe und 20m breite Kluft zur Insel errichtet, um ihre Lachsnetze kontrollieren zu können. Die Originalbrücke hatte nur einen Handlauf und weit auseinanderliegende Leisten. Die Besucher von heute finden lediglich die Seilbrücke eine Herausforderung.
Obwohl es keinerlei Aufzeichnungen gibt von irgendwelchen Vorfällen von Verletzungen oder dass jemand von der Brücke gefallen ist, ist es häufig vorgekommen, dass Leute nicht mehr imstande waren, die Überquerung zurück vorzunehmen und man musste sie per Boot von der Insel holen. Aber das war noch die alte Brücke. Die heutige ist erneuert und verbessert worden und im Jahr 2000 hat der National Trust ein zusätzliches Netz eingebaut als erweiterte Sicherheitsmassnahme.
Die heutige Seilbrücke wurde offiziell im März 2008 eröffnet. Auch wenn das Design sich über die Jahre hinweg geändert hat und das heutige Model (konstruiert in 2004) wesentlich sicherer ist als vorherige Modelle, das Zittern und das Hochgefühl, das die Besucher erleben, bleibt dasselbe. Wenn Sie Carrick Island erreicht haben, können Sie zur Belohnung die vielfältige Vogelwelt und den ununterbrochenen Blick auf Rathlin Island und Schottland geniessen. Und es gibt nur einen Weg zurück – zurück über die schwingende Brücke! Einfach nicht hinunterschauen! Nach Ihrer Rückkehr vom Abgrund auf das Festland können Sie sich in den Tea Rooms am Parkplatz erholen. Aber falls Sie etwas stärkeres brauchen, müssen Sie bis zum Abend warten!